Krithaélla

Kritharáki sind Nüdelchen aus Hartweizengrieß, die in Form und Farbe an Reis erinnern. Ich mag sie sehr gern als Beilage, beispielsweise vollgesogen mit der köstlichen Soße eines Lammragouts. Die Kritharáki der Firma Dolopia jedoch, die im aktuellen MonthlyFlavors-Paket waren, wurden außerdem mit Schalentierbrühe und Tintenfischtinte angereichert. Reisähnliches und Meeresgetier – was liegt da näher, als sich an einer griechischen Variation der Paella zu versuchen und das Ganze Krithaélla zu nennen?

Kritharáki scheinen auch im Blick auf ihr Kochverhalten Reis zu ähneln, gibt es doch die Möglichkeit, mit ihnen ein Kritharotto, also eine griechische Spielart des Risottos herzustellen, was wir auf dem Blog Griechische Küche gefunden haben. Eine klassischere Variante der Zubereitung, nämlich ein Giouvétsi, stellt Marinaki vom Blog Zitronen und Olivenöl vor. Ich habe die Nüdelchen übrigens bislang noch nie selbst zubereitet, so ist dies ein Rezept und ein Experiment zugleich. Hoffentlich ein gelungenes!

Zutaten

Zutaten

  • 400 g Putengeschnetzel
  • 200 g Garnelen
  • 1 Gläschen Muscheln, natur (also nicht in Essig etc. eingelegt), ca. 70 g
  • 2 Tomaten
  • 1-2 rote Paprika
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Schalotte
  • 300 gr Kritharáki
  • 500 ml Wasser
  • Saft einer halben Zitrone
  • Rosmarinzweig
  • Petersilie
  • Pfeffer, Salz
  • Olivenöl (diesmal wieder von Mani-Bläuel)

Kochmusik

„Il Barbiere di Siviglia“ von Gioacchino Rossini, London Symphony Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado, Herman Prey singt den Barbiere, eine Aufnahme von 1972.

Welcher Wein?

Ein Rioja der Bodegas Muga von 2014 aus 90 % der Rebsorte Viura und 10 % Malvasía.

Zubereitung

Erst einmal eine Eule legen.

Eule

Die Garnelen und die Muscheln in ein Sieb kippen und erst einmal gründlich mit warmem Wasser waschen.

Knoblauchzehen und Schalotte abziehen und grob kleinschneiden.

Tomaten und Paprika waschen und stückeln.

Ausreichend Olivenöl in eine hochwandige Pfanne geben und die Meeresfrüchte anbraten, dann wieder herausnehmen und in einer kleinen Schüssel beiseite stellen.

Danach das Putengeschnetzel etwa zehn Minuten anbraten bis kurz vor gar.

Nun den Knoblauch und die Schalotte dazugeben und kurz braten.

Dann die Tomaten- und Paprikastücke hinzufügen.

Pfeffern und salzen.

Nach zehn Minuten Schmorens die Kritharákia dazugeben und 250 ml Wasser aufgießen.

Rosmarinzweig dazulegen.

Und jetzt heißt es: rühren, rühren, rühren, damit die Kritharákia nicht ankleben. Ähnlich wie bei einem Risotto, aber zum Glück nicht so lange, denn die Nüdelchen sind in gut zehn Minuten gar.

Ist das Wasser aufgesogen, den Rest des Wassers darübergeben, weiterschmoren lassen. Und vor allem: rühren!

Wenn alles gar ist, die Meeresfrüchte wieder hinzufügen, alles miteinander vermischen, den Zitronensaft darübergeben, noch einmal mischen und alles noch ein bisschen ziehen lassen.

Auf Tellern anrichten und das Ganze großzügig mit Petersilie bestreuen – fertig!

Heureka & Mjamjam!

Teller_leer

 

Kategorie:

Schlagworte: Putenschnitzel, Garnelen, Muscheln, Kritharákia, Krithaélla, Dolopia, MonthlyFlavors, Rioja, Viura, Malvasía